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Whimsy & whimsical: Eine psychologische Perspektive auf den Trend

15. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Sept.

Ein Gespräch mit Deutschlandfunk Nova über Whimsy, Kreativität und die Sehnsucht nach mehr Leichtigkeit im Alltag.

Unter Begriffen wie Whimsy oder Whimsical zeigt sich derzeit eine Ästhetik, die das Spielerische, Fantasievolle und manchmal auch bewusst Unperfekte wieder stärker in den Alltag holt. Für Deutschlandfunk Nova habe ich im Podcast Facts & Feelings darüber gesprochen, was hinter diesem Trend aus psychologischer Sicht stecken könnte – und warum die Sehnsucht nach mehr Verspieltheit gerade in einer zunehmend digitalen und reizintensiven Lebenswelt interessant ist.



Was bedeutet Whimsy?


Whimsy lässt sich nicht ganz eindeutig ins Deutsche übersetzen. Der Begriff beschreibt etwas Spielerisches, Fantasievolles, Eigenwilliges – manchmal auch etwas Unvernünftiges oder bewusst Zweckfreies.

Psychologisch interessant wird Whimsy für mich dort, wo es über eine reine Ästhetik hinausgeht. Denn viele Dinge, die mit dem Trend verbunden werden – gestalten, sammeln, schreiben, basteln oder sich bewusst mit kleinen Dingen beschäftigen – stehen in einem auffälligen Kontrast zu einem Alltag, der zunehmend von Geschwindigkeit, Effizienz und digitalen Reizen geprägt ist.


Kreativität braucht Raum


Kreativität entsteht nicht unbedingt dort, wo wir möglichst viele Eindrücke aufnehmen. Sie braucht auch Phasen, in denen Gedanken sich entwickeln, Assoziationen entstehen und Aufmerksamkeit nicht permanent weitergezogen wird.


Analoge und kreative Tätigkeiten können dafür einen anderen zeitlichen Rahmen schaffen. Einen Brief schreiben, etwas zeichnen oder mit den Händen gestalten hat einen wahrnehmbaren Anfang, einen Verlauf und ein Ende. Zeit wird dadurch anders erfahrbar als beim schnellen Wechsel zwischen digitalen Inhalten.


Gleichzeitig entsteht etwas Eigenes. Darin steckt auch ein Moment von Selbstwirksamkeit und Agency: Ich nehme meine Umgebung nicht nur auf, sondern kann sie selbst mit gestalten.


Whimsy bringt einige dieser Aspekte zusammen: das Spielerische und Zweckfreie, analoge und kreative Tätigkeiten und die Freude an individuellen Details. Aus psychologischer Perspektive sind dabei vor allem die Verbindungen zu Kreativität, Aufmerksamkeit und Selbstwirksamkeit interessant.


Im Gespräch mit Deutschlandfunk Nova


Im Podcast Facts & Feelings spreche ich über die psychologischen Aspekte des Whimsical Trends, Kreativität, analoge Tätigkeiten und darüber, warum gerade junge Menschen eine neue Faszination für vermeintlich altmodische, langsame und verspielte Dinge entwickeln.


--> zum vollständigen Gespräch mit Facts & Feelings



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